Aktuelles
Öffnungszeiten / Terminvorschau
Neues von H&G
Aktuelle Meldungen
Termine für die Rechtsberatung vor Ort in der Geschäftsstelle finden Sie hier:
- Die Rechtsberatung durch Frau Jung (Vorsitzende H&G Niedersachsen.) wird in unserer Geschäftsstelle zu den aufgeführten Terminen durchgeführt. Vermeiden Sie Wartezeiten und vereinbaren Sie vorab eine Uhrzeit unter 05531-4720 oder hug.hol@web.de
- 27. August Donnertag
- 21. September Montag
- 28. September Montag
Unsere Öffnungszeiten:
- Unsere Geschäftsstelle ist montags und donnerstags von 14 - 18 Uhr für Sie geöffnet. Bitte vereinbaren Sie für Ihre Beratung vorab telefonisch oder per Mail einen Termin. Sie vermeiden unnötige Wartezeiten.
- Mietverträge und weitere Formulare können Sie natürlich ohne Terminvereinbarung abholen. Gerne senden wir Ihnen auch die gewünschten Mietverträge zu.
- Sie erreichen uns wie folgt:
- Die Rechtsberatung durch Frau Jung, Vorsitzende H&G Niedersachsen, findet jeden Montag von 14 - 18 Uhr statt. Die Beratung findet telefonisch oder vor Ort (Termine siehe oben) in der Geschäftsstelle statt. Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin in der Geschäftsstelle.
Warnecke als Präsident wiedergewählt
Starke Stimme für private Eigentümer
Dr. Kai H. Warnecke ist am 20. Mai in Saarbrücken von der Mitglieder- versammlung von Haus & Grund Deutschland erneut zum Präsidenten des Eigentümerverbandes gewählt worden. Mit seiner Wiederwahl verbindet der 54 Jahre alte Jurist den Anspruch, die Anliegen der privaten Eigentümerinnen und Eigentümer noch deutlicher in die politische Debatte einzubringen und die Wohnungs-, Energie- und Steuerpolitik aktiv mitzugestalten.
„Private Eigentümerinnen und Eigentümer sind unverzichtbar für die Wohnraumversorgung, Klimaschutz im Gebäudebestand und stabile Nachbarschaften. Wer Lösungen für den Wohnungsmarkt sucht, muss ihre Realität ernst nehmen. Haus & Grund Deutschland wird deshalb weiterhin klar, konstruktiv und mit politischem Gestaltungswillen für verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen eintreten“, erklärte Warnecke.
- Bezahlbarer Wohnraum: Warum die Betriebskoten endlich mit auf den Tisch müssen
Heutzutage wird viel über bezahlbaren Wohnraum diskutiert. Bezahlbarkeit wird dabei an der Net-tomiete festgemacht. Was unbeachtet bleibt: Die Betriebskosten. Wer in einer Mietwohnung lebt, weiß allerdings, dass das so nicht stimmt. Entscheidend ist, was unterm Strich jeden Monat vom Konto abgebucht wird. Und das ist nicht nur Nettomiete, sondern Nettomiete plus Betriebskosten. Gerade diese Betriebskosten – oft als „zweite Miete“ bezeichnet – sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Dennoch werden sie in der politischen Debatte weitgehend ausgeblendet.
Dabei haben private Vermieter auf die Betriebskosten, insbesondere die kommunalen Abgaben, keinen Einfluss, darauf weist Haus & Grund Holzminden hin.
Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat im Auftrag von Haus & Grund Deutschland ein Müll-gebührenranking erstellt. Untersucht wurden die Abfallgebühren der nach Einwohnerzahl 100 größ-ten Städte Deutschlands. In Niedersachsen zeigt sich zwar ein unterschiedliches, aber dennoch zu teures Bild.
Günstigste Stadt im Ranking in Niedersachsen ist Wolfsburg. Dort zahlt eine vierköpfige Musterfa-milie für einen 14-tägigen Vollservice 175,70 Euro im Jahr. Im Jahr 2022 waren es noch 128,40 €. Die Preissteigerung übertrifft dennoch die Inflation von ca. 10% in diesem Zeitraum bei Weitem.
Ähnlich sieht es bei den Städten Hildesheim (14-tägiger Teilservice: 2026 – 204,00 €, 2022 – 182,40 €), Braunschweig (14-tägiger Vollservice: 2026 – 286,40 €, 2022 – 257,80 €) und Göttingen (14-tägiger Vollservice: 2026 – 305,80 €, 2022: 251,00 €) aus.
Die teuerste niedersächsische Stadt ist Salzgitter. Dort haben sich die Kosten bei einem 14-tägigem Teilservice von 314,10 € im Jahr 2022 auf 346,30 € im Jahr 2026 erhöht. Es folgen die Städte Hannover (14-tägiger Vollservice: 2026 – 386,89 €, 2022 – 358,20 €) und Osnabrück (14-tägiger Vollservice: 2026 – 433,10 €, 2022 – 389,60 €). Die Erhöhungen entsprechen in diesen Städten zwar ungefähr der Inflation oder liegen darunter, sind aber bereits im Ausgangspunkt zu hoch.
„Müllgebühren gehören zu den Wohnkosten. Die Auflistung zeigt, dass die kommunalen Gebühren immer stärker zu einem Kostentreiber für Eigentümer und Mieter geraten.“, so der Geschäftsführer Horst Seveirn von Haus & Grund Holzminden.
Hinzu kommt: Laut einer aktuellen Erhebung des Bundes der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen haben im Jahr 2026 insgesamt 147 der 941 niedersächsischen Kommunen (15,6%) ihren Grundsteuer-B-Hebesatz angehoben. Zwar waren es im Jahr 2025 noch rund ein Drittel der Städte und Kommunen. Allerdings führt der Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen den Rück-gang in diesem Jahr auf die anstehenden Kommunalwahlen zurück. Nach Angaben des BdSt-Vorstands Jan Vermöhlen ist dies nicht ungewöhnlich. Anhebungen in den Jahren nach der Wahl fallen „deutlicher und zahlreicher“ aus.
Die kommunalen Abgaben sind keine Nebensächlichkeit. Sie sind Bestandteil der Wohnkosten und treffen Eigentümer und Mieter gleichermaßen. Jeder zusätzliche Euro bei Müll, Abwasser oder Grundsteuer erhöht die Belastung der Haushalte.
Neben den kommunalen Gebühren treiben auch gesetzliche Vorgaben die Betriebskosten in die Höhe. Klimaschutz ja, aber mit Augenmaß. Wartungspflichten, CO₂-Bepreisung oder zusätzliche Prüf- und Dokumentationspflichten – all das verursacht laufende Kosten. Diese erscheinen nicht in der Nettomiete, sondern in der Betriebskostenabrechnung.
Wer ernsthaft über bezahlbaren Wohnraum sprechen will, muss die Perspektive erweitern. Die Kaltmiete zu deckeln oder zu regulieren und zugleich Gebühren, Abgaben und Auflagen zu erhö-hen, ist der falsche Weg. Entscheidend ist die Gesamtmiete, also die Summe aus Nettomiete und Betriebskosten.
Daraus folgen einige einfache, aber konsequente Schritte:
Wohnkosten sollten in der politischen Debatte immer als Gesamtpaket betrachtet werden, nicht nur als Quadratmeterpreis der Nettomiete.
Kommunen, Versorgungsunternehmen, Gesetzgeber und Wohnungswirtschaft müssen gleicher-maßen Verantwortung übernehmen, wenn es um bezahlbares Wohnen geht.
Solange die Betriebskosten in der Diskussion eine Nebenrolle spielen, werden viele Maßnahmen ins Leere laufen, so Severin von Haus & Grund Holzminden. Bezahlbarer Wohnraum ist mehr als eine schöne Nettomietzahl in einer Statistik. Er bemisst sich daran, ob die Menschen die gesamte Wohnkostenbelastung dauerhaft tragen können. Wer das Ziel wirklich erreichen will, muss die Be-triebskosten genauso ernst nehmen wie die Miete selbst.